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Unsere bisher erstellten Kalender 2014 - 2020

Der Arbeitskreis Langwied-Lochhausen Historisch, erstellt für jedes Ausstellungsjahr einen Kalender mit historischen Aufnahmen aus Langwied und Lochhausen.

Der Kalender ist mittlerweile sehr beliebt, und für manchen ein Sammelobjekt geworden. Zu beziehen ist der Kalender bei:

Arbeitskreis Langwied · Lochhausen · Historisch

Titelblatt Kalender 2014 Titelblatt Kalender 2015 Titelblatt Kalender 2016 Titelblatt Kalender 2017 Titelblatt Kalender 2018 Titelblatt Kalender 2019 Titelblatt Kalender 2020

Kalenderpräsentation 2019

Plakat der Kalenderpräsentation 2019

Der Arbeitskreis Langwied-Lochhausen Historisch, präsentiert den Kalender 2020.

Der Kalender zeigt wieder historische Aufnahmen von Langwied und Lochhausen. Für viele Bürgerinnen und Bürger ist der Kalender mittlerweile ein Sammlerobjekt.

Wann: am Mittwoch, den 13. November 2019, Beginn um 19 Uhr.

Wo: Pfarrheim St. Michael, Schussenrieder Str. 4, Lochhausen

Ausstellung 2018

"Krippen von Langwieder-Lochhauser Bürger"

Plakat der Krippenausstellung 2018

Ausstellung 2017

"Von der Gemeinde zum Stadtteil"

Plakat der Krippenausstellung 2018

Ausstellung 2016:

Die Ausstellung "Vereine in Langwied-Lochhausen" fand im Herbst 2016 statt. Die Vereine und das Vereinsleben wurde in Bilder und Text dem interessiertem Publikum präsentiert.

Vereinsabzeichen Symbole Ortsgruppe Lochhausen Schützengesellschaft Lochhausen e.V. Winzerer Fähndl Freiwillige Feuerwehr Langwied-Lochhausen Bienenzucht- und Obstbauverein Lochhausen Bürgervereinigung LoLa Lochhausen-Langwied AK Langwied-Lochhausen Historisch Schützengesellschaft Grabenfleck Maibaumfreunde Langwied Verein der Niederbayern Schützengesellschaft Deutsche Eiche Lochhausen Schützengesellschaft Langwied SV Lochhausen Gemeinschaft der Vereine Langwied-Lochhausen Wasserwacht Verein für Deutsche Schäferhunde Lochhausen

Ausstellung 2015: 175 Jahre Eisenbahn

Plakat der Eisenbahnausstellung 2015

„Erster Halt Lochhausen“

Der Bahnbau München-Augsburg riss den kleinen, verschlafenen Ort Lochhausen, der damals weit außerhalb der Residenzstadt München lag, aus seiner Beschaulichkeit. Kreisbaurat Beyschlag hatte im Auftrag der kgl. Regierung die Nivellierung der Strecke vorgenommen. Daraus ergab sich die zu wählende Baulinie, die König
Ludwig I. am 18. Juni 1836 zu bestimmen geruhte. (1) Die nahezu als eine Direttissima geplante Strecke musste unweigerlich durch Lochhausen führen und es musste der nordöstliche Höhenzug der Aubinger Lohe durchschnitten und mit einer steinernen Brücke die Wegeverbindung wiederhergestellt werden. Der Grunderwerb erwies sich teilweise als schwierig; während der Bauer des Denkenhofs, Carl Boshart, dem gebotenen Preis zustimmte, hatte sein Bruder Max Einwände. (2) Pfarrer Delagera aus Lochhausen forderte 1838 einen höheren Kaufpreis, da er durch den Verkauf von Pfarrgrund an die Bahngesellschaft einen lebenswichtigen Teil seines Frucht-Zehents verlor. Nach langen Verhandlungen gab die Eisenbahngesellschaft den Forderungen Pfarrer Delageras schließlich nach. (3)
Die Bauarbeiten für die Eisenbahnstrecke begannen am 9.Februar 1838 in Lochhausen Richtung München und Olching. (4) Die ersten Fahrten von München nach Lochhausen wurden ab dem 25. 8. 1839, dem Namenstag König Ludwigs I., begonnen. Die „Augsburger Allgemeine Zeitung“ berichtete über dieses Ereignis.
„München, Sonntag, 25 August 8 ½ Uhr morgens, die Lokomotive ‚Vesta‘ hat heute Morgen 7 Uhr mit einem Personenwagen Lochhausen begrüßt und jubelnden Empfang bei Abfahrt und Ankunft gefunden. Ganz in der Stille wurde das hehre Königsfest von den Direktoren der München-Augsburger Eisenbahn dazu benützt, daß die fertige Strecke der Eisenbahn bis Lochhausen, […], zum ersten Mal mit Dampf befahren wurde“. (5) Eröffnet wurde diese Teilstrecke unter großer Anteilnahme der Bevölkerung am 1. September 1839.
Die Strecke von München nach Lochhausen erfreute sich in den kommenden Jahren großer Beliebtheit. Daher war es notwendig, neben der ortsansässigen Taverne von Carl Boshard, eine Gaststätte mit Biergarten und Musikunterhalten zu eröffnen, um die in Scharen kommenden Ausflügler, die u.a. mit Sonderfahrten anreisten, bei denen der Konzertbesuch in Lochhausen im Fahrpreis schon inbegriffen war, zu verköstigen. (6)

Anmerkung:
1 Freyberg, Maximilian Prokop von: „Geschäftsbericht des Directoriums der München-Augsburger Eisenbahn-Gesellschaft München 1840“, S. 3
2 Liebl, Anton J. „Die Privateisenbahn München-Augsburg (1835-1844) Entstehung, Bau und Betrieb. Ein Beitrag zur Strukturanalyse der frühen Industriealisierung Bayerns“, Miscellanea Bavarica Monacensia, Heft 103, München 1982, S. 176.
3 Liebl Anmerkung 3 S. 177 f..
4 Liebl S. 191.
5 Wolf, Georg Jakob: Ein Jahrhundert München 1800-1900, München 1919, S. 92.
6 Liebl Anm. 3 S. 252.
Bahnhof Lochhausen ca. 1960 Dampflok Durchfahrt am Bahnhof Lochhausen

Vier Bahnhofsgebäude

Gab es am Anfang nur einen Holzschuppen als Stationsgebäude, so wurde dieser nach dem durch die Aktionärsversammlung der „München-Augsburger Eisenbahn-Gesellschaft“ im Jahre 1844 beschlossenen Verkauf an den bayerischen Staat durch einen zweigeschossigen Steinbau mit Wartesaal im Erdgeschoss und Betriebswohnung im Obergeschoss ersetzt, wie es aus Plänen von 1856 zu entnehmen ist.(7)
Dieses Stationsgebäude wurde dann 1892 durch ein dreigeschossiges Bahnhofsgebäude abgelöst. Im Rahmen der Bewerbung um die Olympischen Spiele 1972 wurde im Jahre 1965 das Personennahverkehrskonzept in München und Umkreis einer Neuausrichtung unterworfen. Die Planungen für eine S-Bahn nahmen Gestalt an und es wurde der heute noch existierende S-Bahnhof errichtet, der am 28.Mai 1972 in Betrieb ging. Der nun seiner Funktion beraubte alte Lochhausener Bahnhof wurde in Folge des viergleisigen Streckenausbaus Richtung Maisach Ende Mai 1976 abgerissen.
Die Bahnstrecke war auch für das örtliche Gewerbe von Bedeutung. So waren etliche Betriebe, vor allem die Ziegeleien, durch Gleisanschlüsse bzw. Schmalspurbahnen bis 1968 mit dem Bahnhof verbunden.
Barbara Kuhn M.A.

Anmerkung:
7 Kaiser, Friedericke: „Als einer Staatsbahn würdig“- der erste Pasinger Bahnhof, in: Pasinger Fabrik Hrsg. „Ein Jahrhundert wird mobil! Von Pasing nach Augsburg, Memmingen, Starnberg und Herrsching, vier Bahnlinien und ihre Bahnhöfe von 1839 bis heute“, München1994, S. 32.

Ausstellung 2014:
Kirchengeschichte Lochhausen/Langwied

Das religiöse Leben im Erzbistum München und Freising ist vielfältig. In Sankt Michael in Lochhausen zeigt dies momentan sehr anschaulich eine Ausstellung über "Kichen, Kreuze und Kapellen", begleitet von Vorträgen und einem Zeitzeugen-Café.

München-Lochhausen – Messgewänder im Wandel der Zeit, das Ziffernblatt der alten Turmuhr und ganz, ganz viele Fotos – das erwartet Besucher bei der Ausstellung „Kirchen, Kreuze, Kapellen und religiöses Leben in Lochhausen und Langwied“. Am Sonntag wurde sie mit einer Vernissage im Pfarrheim Sankt Michael eröffnet. Im Zentrum stehen Fotos der Kirche von früher und heute, Urkunden und Messgewänder. Es werden aber auch Kapellen, wie die kleine in Langwied an der Ecke Alprichstraße/Weidachanger, vorgestellt. Diese wurde 1962 wegen des Straßenausbaus abgebrochen und nur zwei Jahre später für 4.300 DM wiederaufgebaut. Fotos belegen das sehr anschaulich.

Aber auch Bildmaterial zu den vielen Marterl und Kriegerdenkmäler hat der "Arbeitskreis Langwied-Lochhausen historisch" zusammengetragen. Die "Herz Jesu Bruderschaft" wird genauso beschrieben, wie kirchliche Gruppen in Langwied und Lochhausen. Es gibt Luftbilder aus vergangenen Zeiten, oder Fotos von unterschiedlichen Kommunionjahrgängen bis in die neueste Zeit. So erfahren die Bürger nicht nur einiges über die Geschichte ihrer Kirchen, manch einer entdeckt beim Betrachten der Fotos auch ein bekanntes Gesicht.

Ansichtskarte von Lochhausen AK Kapelle in Langwied

Ausstellung 2013: Gewerbe/Firmen in Lochhausen/Langwied

Es ist noch gar nicht so lange her, da war in Lochhausen und Langwied noch richtig etwas los. Es gab die Ziegelei und eine Papierfabrik und die Familien mussten nicht nach Gröbenzell zum Einkaufen fahren. „Wir hatten Einzelhandel in jeder Kolonie“, erklärte Barbara Kuhn vom Arbeitskreis „Langwied Lochhausen historisch“. In Langwied gab es beispielsweise eine Metzgerei und zwei Bäckereien. Den Beweis für die florierende Geschäftswelt vergangener Zeiten lieferte die Ausstellung „Gewerbewelt in Langwied und Lochhausen einst und jetzt“, die der Arbeitskreis im Evangelischen Gemeindezentrum organisiert hat.

Die Mitglieder des Arbeitskreises hatten dafür zahlreiche Fotos und Dokumente von der einstigen Geschäftswelt gesammelt. Auf Tafeln wurde an die Geschichte der Lochhausener Ziegeleien und der Langwieder Kunstmühle erinnert. Daneben gab es auch Exponate von früher. Zum Beispiel den Stuhl aus dem ehemaligen Friseursalon Richter, „auf dem wurden Generationen von Lochhauser und Langwieder Kindern die Haare geschnitten“, erinnerte sich Barbara Kuhn. Den alten Bildern

Gasthaus Böswirt in Landwied Ansichtskarte von Lochhausen

Ausstellung 2012: Ortsgeschichte Langwied/Lochhausen - Ziegelei

Eine Ausstellung historischer Fotos der Ortsteile Lochhausen und Langwied habe es bisher noch nie gegeben, so Dr. Dieter Birmann. Gemeinsam mit der Historikerin Barbara Kuhn und mit Unterstützung vieler Lochhausener hat der engagierte Bürger jetzt eine solche Ausstellung im Evangelischen Gemeindezentrum Bartimäus, Giggenbacherstraße 20,  auf die Beine gestellt. Zu sehen gibt es alte Postkarten, Bilder und Karten mit Ansichten von Lochhausen und Langwied. Diese sind nach verschiedenen Themen gegliedert und mit Erläuterungen versehen. „Wir wollen die Geschichte und die Veränderungen Langwieds und Lochhausens sichtbar machen“, nennt Dr. Birmann das Ziel der Ausstellung. Abgerundet wird das Ganze durch historisches Kartenmaterial, auf dem man die Entwicklung der Stadtteile nachvollziehen kann.

Ansichtskarte von Lochhausen Ansichtskarte von Langwied

Alte Ziegelei und Lehmbarone

Im 19. Jahrhundert hatten die „Lehmbarone“ eine besondere Stellung in dieser Region. Damals wurde in großer Menge Lehm abgebaut. Davon zeugen heute beispielsweise die steilen Hänge in der Aubinger Lohe. Fotos von den riesigen Fabrikanlagen der alten Ziegelei erinnern an diesen heute fast vergessenen örtlichen Wirtschaftszweig, der einen Zuzug vieler Arbeiter in das Quartier bewirkt hatte. Es gibt aber auch Bilder vom Lochhausener Bahnhof, dem Fichtenhof, der Kolonien und des Ortskerns, sowie Fotos über das ländliche Leben, über den Bau der Lochhausener Straße in den 60er Jahren und über Langwied und den Langwieder See.

Bestanden auch im Osten Münchens bereits eine Menge Ziegeleien, so genügten diese scheinbar doch nicht zur Befriedigung der Bautätigkeit zu Ende des vorigen Jahrhunderts; denn i. J. 1888 erwarb der Kaufmann Georg Götz von dem Bauern Ballauf Mich. Hs. Nr. 4 zum Hutterer ein größeres Lehmgrundgelände und erbaute hierauf die zweite Ziegelei Lochhausens, die bis in die letzten Jahres dessen Sohn Hermann betrieb, der sie z. Zt (ca. 1931) an die Herren Beck und Schneider verpachtet hat, die den Beitrieb baulich erweiterten und mit modernen Maschinen ausstatteten.

Ziegelei Ansichtskarte von Lochhausen